Jun 29

Nachdem in verschiedenen, diesen Blogger umgebenden Blogs von schönen, noch schöneren, schönsten und wichtigsten Dingen zu lesen war, schließe ich mich dem Trend an und kläre hiermit, welche 10 Dinge den modernen Nerd glücklich machen:

  1. Gadgets: Ganz klar: Gadgets machen den Modernen Nerd glücklich. Zu viele wie möglich. Für alle Lebenslagen und am besten hübsch aufeinander abgestimmt. Die Gadgets sind die Ziegelsteine, aus denen das Nerdtum überhaupt erst aufgebaut wird und über die er sich mit anderen Modernen Nerds austauschen, sich vergleichen oder ind Kontakt treten kann.
  2. Frische Akkus: Das Abtrennen der Geräte von dem ihnen jeweils zugeordneten Aufladegerät ist ein ganz besonders angenehmer Moment für den Modernen Nerd. Die sichere Gewissheit, für einen kurzen Zeitraum mit dem mobilen Gerätepark nach Herzenslust los zu legen, ohne Stromsparmodus und Vorsicht. Kreativ sein, kommunizieren, organisieren – die Welt ist bereit in der Hand des Modernen Nerds an jedem Ort zu kulminieren.
  3. Updates: Die freudige Meldung „Es stehen Updates zur Verfügung“ löst ein ähnliche Gefühl aus. Updates bedeuten Frische, ungeahnte Geschwindigkeitssteigerungen und zuweilen neue Funktionen, die es zu entdecken gilt. Je mehr davon, desto besser. Ein Update beinhaltet zudem immer die Möglichkeit, dass alle für alle vom Modernen Nerd erhofften Probleme Lösungen enthalten sein werden.
  4. Fortschrittsbalken: Allein der Begriff verheißt eine bessere Zukunft. Deswegen kann der Moderne Nerd den Fortschrittsbalken über Stunden fasziniert beobachten. Das ist pure Entspannung. Fortschrittsbalken spielen bei -> Updates eine große Rolle. Der Fortschrittsbalken verheißt aber auch – schon beginnend bei dem Download – die Ankunft von etwas Neuen. Wenn der Download dann in die Installation mündet, mündet der Balken in die Erkundung dieser neuen Welt, wenn er gegen das Rechte Ende seines Rahmens stösst. Der Fortschrittsbalken teilt dabie die Vorfreude – oder die Geduld – des modernen Nerds in sichtbare Prozentpunkte ein.
  5. Auspacken von Gadgets: Auch hier führt die Verheißung auf etwas Neues – das vielleicht als Ablenkung von Alltagsproblemen oder sogar die Verheißung der Lösung von selbigen führen könnte – zu einem berauschten Zustand des Modernen Nerds. Übertroffen wird dieses Gefühl nur noch, wenn der Moderne Nerd frisches Obst auspacken darf.
  6. News: Der Moderne Nerd lebt in der ständigen freudigen Erwartung spannender News, die ihm ebenfalls die Lösung seiner Probleme versprechen könnten. Bei besonders wichtigen Ereignissen richtet sich der Moderne Nerd auch gern Counter ein, die ihm in jeder Lebenslange die Anzahl der Zeiteinheiten bis zu den vom ihm erwarteten heilsbringenden Ereignissen anzeigt.
  7. Flatrates: Der moderne Nerd versucht, sein Leben in Flatrates zu organisieren. Er würde auch sein gesamtes Gehalt abgeben, wenn ihm dadurch der Zugriff auf die von ihm genutzten und geliebten Dienstleistungen stets allverfügbar und zuverlässig gewährt werden würde. Das gilt natürlich für jede Form von Zugang zu Telekommunikationssystemen, Bezug von frischen Medienprodukten, aber auch für Fortbewegung, Fahrradreparaturen, Versorgung mit Fast Food und sogar für den geheimen Wunsch nach einer Flatrate für stets neue und aktuelle Gadgets, automatische Bestückung von Familie und Freunden mit Geschenken, einen Liebesbeweis-Aufmerksamkeits-Grüß-Service für den Partner und vieles weitere mehr.
    Dem Modernen Nerd ist noch nicht aufgefallen, dass eine allumfassende Lebens-Flatrate mehr oder weniger schon einmal im Form des Kommunismus versucht wurde.
  8. Miniaturisierung: Alle Gadgets, die der Moderne Nerd mit sich herum trägt, müssen kleiner, leichter und vor allem dünner werden. Gleichzeitig müssen die Anzahl der Möglichkeien steigen und neue Konzepte der Bedienung die Erreichbarkeit dieser Funktionen sicherstellen. Der Traum des Modernen Nerds ist ein Chip im Kopf, der alles kann und direkt über die Nervenbahnen mit ihm kommuniziert. Ein Moderner Nerd träumt dann zukünftig nicht mehr vor sich hin, wenn man ihn mit glasigen Augen antrifft, er schaut intern vielmehr die neueste Folge seiner Lieblingsserie.
  9. Kabelloses Leben: Das Ersetzen  eines Verbindungssystems durch eine adäqute Funktechnologie macht den Modernen Nerd überglücklich. Jedes Kabel, das  entfernt werden kann, gibt dem Modernen Nerd das Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Wo sich Männer früher nach Pferden, Wildnis, erlegebereiten Tieren und anderen Gefahren sehnten, ist der Moderne Nerd erst dann ein ganzer Mann, wenn er mit einem möglichst kleinen Gadget alle Alltagsprobleme lösen kann und stets in Verbindung mit dem großen Informationsnetz und natürlich mit anderen Gadget-Trägern in Kontakt bleiben kann.
  10. Die eigene Wohnung: Trotz aller Mobilität schaut der Moderne Nerd da gelegentlich vorbei. Denn die eigene Wohnung ist schließlich immer noch der Ort, an dem es die meisten Steckdosen und alle Ladegeräte, den größten Datenspeicher und manchmal doch notwendige Verbindungskabel gibt. Gelegentlich findet er dort sogar Nahrungsvorräte.

So, und damit gebe ich das Stöckchen schnell mal (endlich) weiter.

Jun 27

Man wird alt. Teile von mir beginnen, sich zu lösen und ein eigenes Leben zu führen, sich von mir zu entfernen und ihr Glück in fremden Städten zu suchen. Das ist traurig und das passiert. Vor allem dann, wenn man nicht darauf Acht gibt, den engen Kontakt zu halten, regelmäßig nach dem Stand zu schauen und ab und auch einmal herein zu schauen, ob noch alles beieinander ist.
Heute war so ein Tag, an dem einer der wichtigsten Begleiter in meinem Leben von mit gegangen ist. Ich war auf einer beruflichen Sondermission, die mich nur einmal im Jahr in Zusammenhänge bringt, die unüblicher kaum sein könnten und die meinen Beruf erst zu dem machen, was er ist. Von dieser Mission zu berichten, ist heute jedoch nicht das Thema.
Wir hatten einen Leihwagen gemietet, der zwar leicht auffindbar war, jedoch ganz und gar nicht einfach in Betrieb zu setzen war. Die Zeit wurde knapp, die Panik wurde groß und schon war es geschehen. Ich hatte ihm nicht die volle Aufmerksamkeit gegeben, anderes war in diesem Moment wichtiger und die Trennung war sehr viel schneller geschehen, als ich dies realisieren konnte. Viel, viel zu spät war mir klar, dass der Begleiter nicht wiederkommen würde, nur wegen eines kleines Moments in dem ich von meinem gewohnten Umgang mit ihm abgelassen hatte und ihn im Stich ließ. Er musste es wohl als furchtbaren  Beweis für unsere Entfremdung gesehen haben und verließ umgehend die Szenerie. Es muss sehr schmerzlich für ihn gewesen sein und ich hatte es nicht einmal bemerkt.
An diesem Tag führte ich viele Gespräche, um den Begleiter zurück zu gewinnen oder wenigstens die Folgen der Trennung zu mindern. Ein gemeinsamer geplanter Urlaub stand auf dem Spiel, auch Anschaffungen, die wir zusammen planten, musste ich wohl bis auf Weiteres streichen. Der Verlust lag mir wie ein Klumpen in der Magengrube, meine Kollegen litten unter meiner Trennung, um mich herum war nur noch ein einziger Nebel. Ich war fertig.
Als ich den Verlust als gegeben hingenommen hatte, den mir vertrauten Menschen davon erzählt hatte und der Arbeitstag sich dem Ende entgegen neigte, bekam ich einen Anruf von einer mir unbekannten Nummer. Mir ernster Stimme fragte man nach meinem Namen, den ich vorsichtig bestätigte und stellte sich als behördlicher Vertreter einer norddeutschen Kleinstadt vor. Man habe meinen Begleiter gefunden, am Rande der Autobahn. Was nun zu tun sei?
Er befand sich mittlerweile in einer kleinen Stadt nördlich von Celle, in Unterlüß. 80 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem wir uns zum letzten Mal gesehen hatten. Wie hatte er es nur geschafft, was wollte er in Unterlüß? Wie verzweifelt musste er gewesen sein, ein so weite Strecke in der kurzen Zeit zurück zu legen?
Man fragte mich, ob ich ihn abholen wollte, oder ob man ihn in sicherer Begleitung bringen solle. Ich entschied mich für zweites und war froh, mein geliebtes Portemonnaie schon bald wieder in die Arme schließen zu können und ganz eng an mich zu drücken. Nie wieder würde ich es so achtlos behandeln.

Hier gibt es die Route, die mein treuer Begleiter heute in nur wenigen Stunden zurückgelegt hat, zu sehen.

Jun 22

Was ist eigentlich nerdy? Seltsame Programmierer, die hinter Bergen aus leergefressenen Fast-Food-Umhüllungen, neben Tassenbergen mit schimmeligem Kaffeebodensatz und umgeben von einer Menge Star Wars Merchandise vor rödelnden PC-Kisten hocken und die Weltherrschaft programmieren? Menschen, die nicht so ganz dem Schönheitsideal entsprechen und an heruntergekommenen Tastaturen wieselflink unverständliche Zeichenkollonnen produzieren, um die Weltherrscher zu stürzen? Oder neumalkluge Jugendliche, die glauben, sie würden die Welt beherrschen und doch letztlich nur ihr Zeugnis umschreiben, um die verlorene Lernzeit, die sie für das Umprogrammieren benötigt haben, wieder wett zu machen?

Alles das ist mittlerweile passé. Der moderne Nerd sieht anders aus. Er hat mehr Stil (glaubt er), ist unentwegt in allen Lebenslagen online, bloggt, twittrt, flickrt und ist eben ganz ein Mensch 2.0. Jedoch ist beim modernen Nerd alles entscheidend die Liebe zur Firma mit dem Apfel, die er - eben ganz nerdy - gemeinsam mit seinen Mitnerds ausleben kann und darf.

Ein paar Beispiele aus dem Alltags des modernen Nerds. Hier ist er bei einem gemütlichen Treffen mit Freunden an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon zu sehen:

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Licht spielt für den modernen Nerd eine untergeordnete Rolle. Die Beleuchtung, die ihm sein NerdBook gibt, reicht für gewöhnlich aus:

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Weihnachten bei den modernen Nerds - es gibt neue Hardware!

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Und schließlich ist der moderne Nerd auch nur ein Jäger und Sammler:

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Jun 19

Letztens hörte ich eine Radiosendung namens „Lied-, Welt- und Folkmusik“ (die näheren Umstände, warum ich mir dieses antat, lasse ich hier weg) und darin die Originalversion eines Songs, den ich bisher nur aus  Alpträumen von Discobesuchen in von Minderbemittelten überbevölkerten Badeorten in südländischen Regionen mit geringer Originalbevölkerung kannte: „We are going to Ibiza“ von den Vengaboys. Nur dass hier „Ibiza“ durch „Barbados“ ersetzt wurde, was dem Song, der in dieser Fassung als nettes bis durchgeknalltes Stück im Raggae-Disco-Stil daherkam, gleich wesentlich sympathischer erscheinen ließ und den Alptraum von Sangria-saufenden Gehirnbesitzverweigeren in einen Traum von sympathischen (wenn auch diverse Drogen konsumierenden) südamerikanischen Lebensstilinhabern verwandelte.Ich dachte mir schnell noch, schade, dass viele schlimme Iditiotenschlager von Perlen des Weltschatzes an vergessener Musik abstammen und die Täter dieser Verhunzung zumeist reicht und gelegentlich berühmt wurden, während die Urheber sich nicht einmal das Geld für eine neue Gitarre zusammenkomponiert hatten oder - ohne Rechteinhaber hinterlassen zu haben - schon lange tot waren.In den darauf folgenden Tagen geschah es dennoch, dass ich ab und an im Kopf die Zeile „Hey, ho, we are going to Ibiza“ vor mich hindachte, und mich dafür hasste, dass ich die ursprüngliche Textzeile bereits wieder vergessen hatte. Etwa eine halbe Woche nach dem ersten Ereignis saß ich dann in einem ansonsten leeren Café im brütend heißen Hamburg, hörte mit einem halben Ohr (was dann wohl ein Viertel meiner Hörkraft ausmachte) den im Hintergrund eingespielten sommerlichen Musikteppich, der aus irgendwelchen Internetradios der gesamten Welt eingespeist wurde, als plötzlich ein Moderator erklärte, dass es ja viele bekannte Songs geben würde, die allesamt auf einer völlig unbekannten Ursprungsversion beruhen würden. Und spielte „We are going to Barbados“. Ich hatte eine Gänsehaut und verspürte gleichzeitig dieses Gefühl eines seltsamen Taumels ob der so eng beieianderliegenden Ereignisse und der großen Unwahrscheinlichkeit, zweimal in so kurzer Zeit auf das gleiche Thema zu stoßen. Und einen abgrundtiefen Hass auf alle diese Koinzidenzen, die mein Leben heimsuchten.Das widerliche an Koinzidenzen ist, dass diese sofort und grundsätzlich meine volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Hey, ich bin wichtig, ich bin mysteriös, ich habe vielleicht sogar etwas zu bedeuten! Ich glaube nicht an die Bedeutung von Zufällen, und dennoch, wann immer mich eine an sich extrem unwahrscheinliche Kopplung von Ereignissen überfällt, muss ich mich gegen ihre aufdringliche scheinbare Bedeutsamkeit wehren und darauf Acht geben, dass ich dem Inhalt dieser Koinzidenz nicht nachgehe und ihrem Werben nach Bedeutsamkeit nachgebe.Vor einigen Monaten lernte ich auf einer Party jemanden kennen, von dem sich einige Tage später herausstellte, dass er ein guter Freund der Freundin eines ehemaligen guten Freundes aus meiner Schulzeit war; noch ein paar Tage später stellte sich heraus, dass er gleichzeitig einer der besten Freunde meiner Nachbarin war, mit der ich mich gerade anfreundete. Natürlich wohnte er weit entfernt in einer anderen Stadt und ich lernte ihn nur kennen, weil ich meinen besten Freund nach längerer Zeit wieder einmal sehen wollte, was nur auf besagter Party wiederum seines besten Freundes aus der Schulzeit möglich war. Dort dann schloss sich der Kreis.Mir gruselte ein wenig, als sich dieses alles herausstellte, doch wusste ich auch, dass theoretisch jeder Mensch mit jedem anderen Menschen auf dieser Welt über wenige Stationen irgendwie verbunden ist, wenn man nur tief genug graben würde. Und das komplett ohne eine irgendwie geartete Bedeutung.Die Koinzidenz ist also ein Wesen mit schrecklich stark ausgeprägten Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Beachtung – in etwa so viel wie damals der klassenbeste Aufschneider, dem die Mädchen zu Füßen lagen, dessen Parties immer die begehrtesten waren und dieser sich am Ende doch als fieses Arschloch ohne soziale Fähigkeiten aber stark ausgeprägten Weltbeherrscher-Habitus herausstellte.Damit dürfte klar sein: So eine Koinzidenz ist zu meiden, wann immer auch nur die entfernte Gefahr besteht, dass man sich den Kopf an ihr zerbrechen könnte. Denkt an meine Worte, wenn ihr das nächste Mal glaubt, das Schicksal hätte euch erwischt.

Jun 14

Mich ärgert es immer, wenn Technik scheinbar einfache, logische und sinnvolle Dinge einfach nicht logisch sinnvoll auf die Reihe bekommt. Aktuelles Beispiel:

Meine Freundin ruft mich an. Da sie nur eine günstige Karte in ihrem Handy hat, die Kosten verursacht, wenn sie mich anruft, und das auch noch für mich, denn es ist meine Karte, rufe ich sie vereinbarunsgemäß zurück. Leider muss ich mich ersteinmal kurz organisieren (Musik austellen, Essen aus dem Mund nehmen, die Stimme ölen) bevor ich zurückrufe. Als ich es endlich schaffe, ist ihr Anschluß nicht erreichbar, weil, wie ich noch während meines Versuches per SMS migeteilt bekomme, erneut versucht hat, mich anzurufen. Der Moment, in dem sie anruft und ich zurück, ist technisch nicht weiter definiert. Weder ist bei uns jeweils besetzt oder es wird angeklopft, da gleichzeitig beide Handies gesucht werden (und das sogar vom gleichn Netz).
Ich warte also ein paar Sekunden, bevor ich es erneut versuche. Das tut sie allerdings auch. Klar, sie hat mittlerweile auch eine SMS bekommen, dass ich sie erfolglos versucht habe, anzurufen. Da wir beide wohl ein ähnliches Timig haben, prallen die nächsten beiden Anrufe ebenfalls wieder aufeinander.
Und so fort.

Meine Frage an die Techniker, GSM-Erfinder, Handy-Netzausrüster und verantwortliche Betreiber: Warum bekommen die Netze nicht mit, dass da offensichtlich die ganze Zeit die gleichen zwei Menschen versuchen, sich anzurufen? Kann man nicht einfach Fünfe gerade sein lassen und einfach eine Verbindung herstellen, egal wer nun was in welcher Reihenfolge gedrückt hat?

Ich verstehe immer nicht, warum wir Technik haben, wenn Sie einfache Dinge nicht auf die Reihe bekommt.

Jun 14

Silencer schrieb mir, dass das Problem nicht Freitag der 13, sondern Samstag der 14. ist. Er hat Recht:

Ich wache um 10:30 auf, viel zu spät für einen Samstag, aber als erster Tag der Woche, an dem Ausschlafen theorethisch möglich ist, ist das schon so in Ordnung (widersetzt sich jedoch meiner langen Todo-Liste, die ich im Laufe der Woche angehäuft und abzuarbeiten  für Samstag vorgesehen habe). Das passiert auch an jedem anderen Samstag. Aber dann…

Beim Verlassen des Hauses fällt mir ein, dass mein primäres Fahrrad beim Spiel Deutschland gegen irgendwen auf dem Weg von der Arbeit durch eine Bierflasche fuhr und umgehend leerlüftete. An diesem Tag schaffte ich es noch bis nach Hause, heute jedoch fehlt mir die Luft zum Fahren. Mein Sekundärfahrrad hat noch etwas Luft, aber was ich verdrängt habe, ist, dass der Gel-Sattel ein Loch hat und sein Gel gern an die Hose des Fahrers schmiert.
Weiter, nach nur wenigen Metern werde ich naß, obwohl das Wetter beim Verlassen des Hauses doch ganz trocken wirkte. Regenjacke habe ich nicht mehr, seitdem ich diese bei einem Festival in Göttingen an der Uni vor einer Woche liegen ließ. Die falschen Schuhe habe ich auch angezogen.
Weiter, beim Einkaufen muss das Geld wohl schon in einem anderen Laden ausgegeben worden sein, jedenfalls ist das Portemonaie leer. Also schnell zur Bank.
Weiter, bei der Universität stellt sich die Nachfrage nach meiner vermissten Jacke (”wird aber immer alles hier abgegeben”) als erfolglos heraus. Sniff. So alt war die noch gar nicht.
Weiter, nachdem ich ich einer Bekannten erfolgreich ihr WLAN eingerichtet habe und extra auf einen guten Zeitpunkt für den nächsten Fahradabschnitt gewartet hatte, werde ich schon wieder naßgeregnet.
Weiter, keine neuen spannen den Filme in der Videothek, obwohl ich seit drei Woche nicht mehr dort war.

Samstag der 14. Beim nächsten Mal verlasse ich das Haus nicht.

Jun 06

Nachdem Silencer schon über die Fahnenträger genau jenes geschrieben hat, was ich auch so für mein Blog im Kopf hatte (nur schöner bei ihm), hier nur noch besonders trauriges Beispiel:

fahnentraeger1.jpg

Dazu an dieser Stelle der Aufruf: Wo habt ihr besonders gruselige Fahnenträger gesehen? Bitte mir schicken, im Kommentar posten oder selber bloggen!

Update: Der Gewinner ist - jedenfalls bisher, und ich glaube nicht, dass das noch getoppt wird - Thelepromt!

Jun 03

Der Blogschreiber wundert sich einmal mehr, als er ein lange vernachlässigtes Postfach besucht:

Sie waren seit mehr als sechs Monaten nicht mehr in ihrer Mailbox aktiv. Da wir annehmen, dass Sie das Postfach nicht mehr nutzen, haben wir aus Sicherheitsgründen die Nachrichten aus ihrem Postfach genommen (siehe Vereinbarung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen).

Ihr Account steht Ihnen nun wieder in uneingeschränktem Leistungsumfang zur Verfügung.

Ihr [Name eines dusseligen Telefonie-Unternehmens]-Team

Toll. Ein Account mit Mails ist dann wohl bereits im Leistungsumfang eingeschränkt. Gut, dass ich diesen Service niemals ernsthaft benutzt habe und die Konkurrenz das Löschen von Mails nicht als Sicherheitsproblem ansieht.

Jun 01

…weil es der Herstellerfirma gelungen ist, ohne weitere Ankündigung ein größeres Update zu veröffentlichen, welches alle meine Anwendung in etwa in der Hälfter der Zeit starten lässt. Ersteres geschieht bei dieser Firma übrigens etwa 4-5 Mal im Jahr, was der Konkurrenzfirma nichteinmal in 7 Jahre mit ihrem vergleichbaren Produkt gelungen ist. Zweiteres wird auch von dieversen Anwendern in diversen Foren betstätigt.

Jun 01

Heute mal eine etwas leichtere Aufgabe, nachdem mein letztes Rätsel von niemandem gelöst wurde: Meine Familie war zu Besuch, dieses Wochende. Die folgenden Fotos zeigen meinen Kühlschrank, sowohl vor der Ankunft, als auch danach. Nur welches Fotos gehört zu welchem Zustand?

Fridge1 Fridge2

Ansonsten hatten wir an diesen zwei Tagen:

- Mindestens 5 Mal den Satz “Also, an deiner Wohnung könntest du aber noch einiges angenehmer | gemütlicher | praktischer | ordentlicher | endgültiger gestalten”,
- etwa 3 Mal den Versuch, sofort in dem Moment der obigen Aussage das betroffene Thema umgehend durch Umstellen | Diskutieren | Putzaktionen zu bearbeiten und aus der Welt zu schaffen,
- mindestens 4 Mal Familienmitglieder, die trotz der kurzen Strecke mit dem Auto vom Bahnhof | von ihrer Wohnung | zum Bahnhof | zu ihrer Wohnung gefahren werden mussten,
- etwa 1 Mal eine verräucherte Wohnung durch ungeübte Grillaktionen.

Aber sonst war es schön :)

Update: Natürlich ist der volle Kühlschrank familienbedingt.