Okt 19

Es haben ja schon einige Kommentarschreiber geunkt, dass es vorbei sei mit diesem Blog. Da Totkommentierte sich jedoch oft bester Gesundheit erfreuen, soll nun dieses Blog zurück geführt werden zu Lebendigen.

Der Moderne Nerd war in den letzten Wochen etwas überbeschäftigt, da er mit Radiosendungen, unzähligen Erstsemestern, alternden Großeltern, Umgestaltung der Wohnung, dem Besuch von ehemaligen Naziburgen und vielem mehr beschäftigt war. Das eine oder andere wird in der nächsten Zeit auch noch seinen Weg hierher finden.

Und wer sich gelegentlich auf meinem anderen Blog herumtreibt: Ja. Das ist gegenwärtig ziemlich unbenutzbar. Wird bald repariert. Versprochen!

Jul 27

Der Moderne Nerd ist faul, vor allem, wenn man ihn öffentlich auffordert, irgendetwas zu tun. Da blockiert er dann. Und kommt irgendwann angekrochen, auch seine acht mal vier liebsten Dinge zu nennen:

  • 4 Jobs, die der Moderne Nerd schon hatte:
    Supermarktkassierer aus Leidenschaft (4 Jahre), Wohnheimvernetzer aus Eigeninteresse* (3 Jahre), Programmierer aus Masochismus (2 Jahre), Uni-Computter-Nanny aus Mitleid (zu lange)
  • 4 Filme, die der Moderne Nerd immer wieder anschauen kann:
    Fight Club, Sneakers, Kiss Kiss Bang Bang, Grosse Pointe Blank
  • 4 Orte, an denen der Moderne Nerd (gern) gewohnt hat:
    Hameln (Zivildienst-WG), Göttingen (Wohnheim), Berlin (6 Wochen Offtime als Arbeitsloser), (Slot 4 muss noch gefüllt werden).
  • 4 TV-Serien, die der Moderne Nerd gerne anschaut/angeschaut hat:
    Lost, Berlin, Berlin, Heroes, Akte X
  • 4 Plätze, an denen der Moderne Nerd im Urlaub war:
    viele, viele Orte in Spanien, London, Kalifornien, Stockholm
  • 4 Webseiten, die der Moderne Nerd täglich besucht:
    Spiegel, Fscklog, Mactechnews, private Blogs
  • 4 Lieblingsessen des Modernen Nerds:
    jedwede Art von Aufläufen, Chillies mit egal was drunter, Tiramisu, Lamm in beliebigen Ausformungen
  • 4 Plätze, an denen der Moderne Nerd im Augenblick sein möchte:
    in einer Zeitschleife, die mich den heutigen Sonntag immer wieder erleben lässt - mindestens 4 Wochen lang zum Verschnaufen, in Berlin, in einem Beratungscenter für die wichtigen Fragen des Lebens (als Klient mit einem unendlichen Kontingent an freien Beratungsstunden), in Dubai
  • 4 Blogger, denen der Moderne Nerd das Stöckchen weitergibt:
    Ich fürcht, langsam sind wirklich alle versorgt, also belasse ich das hierbei.

*Geschichte dazu gibt es später.

Jun 27

Man wird alt. Teile von mir beginnen, sich zu lösen und ein eigenes Leben zu führen, sich von mir zu entfernen und ihr Glück in fremden Städten zu suchen. Das ist traurig und das passiert. Vor allem dann, wenn man nicht darauf Acht gibt, den engen Kontakt zu halten, regelmäßig nach dem Stand zu schauen und ab und auch einmal herein zu schauen, ob noch alles beieinander ist.
Heute war so ein Tag, an dem einer der wichtigsten Begleiter in meinem Leben von mit gegangen ist. Ich war auf einer beruflichen Sondermission, die mich nur einmal im Jahr in Zusammenhänge bringt, die unüblicher kaum sein könnten und die meinen Beruf erst zu dem machen, was er ist. Von dieser Mission zu berichten, ist heute jedoch nicht das Thema.
Wir hatten einen Leihwagen gemietet, der zwar leicht auffindbar war, jedoch ganz und gar nicht einfach in Betrieb zu setzen war. Die Zeit wurde knapp, die Panik wurde groß und schon war es geschehen. Ich hatte ihm nicht die volle Aufmerksamkeit gegeben, anderes war in diesem Moment wichtiger und die Trennung war sehr viel schneller geschehen, als ich dies realisieren konnte. Viel, viel zu spät war mir klar, dass der Begleiter nicht wiederkommen würde, nur wegen eines kleines Moments in dem ich von meinem gewohnten Umgang mit ihm abgelassen hatte und ihn im Stich ließ. Er musste es wohl als furchtbaren  Beweis für unsere Entfremdung gesehen haben und verließ umgehend die Szenerie. Es muss sehr schmerzlich für ihn gewesen sein und ich hatte es nicht einmal bemerkt.
An diesem Tag führte ich viele Gespräche, um den Begleiter zurück zu gewinnen oder wenigstens die Folgen der Trennung zu mindern. Ein gemeinsamer geplanter Urlaub stand auf dem Spiel, auch Anschaffungen, die wir zusammen planten, musste ich wohl bis auf Weiteres streichen. Der Verlust lag mir wie ein Klumpen in der Magengrube, meine Kollegen litten unter meiner Trennung, um mich herum war nur noch ein einziger Nebel. Ich war fertig.
Als ich den Verlust als gegeben hingenommen hatte, den mir vertrauten Menschen davon erzählt hatte und der Arbeitstag sich dem Ende entgegen neigte, bekam ich einen Anruf von einer mir unbekannten Nummer. Mir ernster Stimme fragte man nach meinem Namen, den ich vorsichtig bestätigte und stellte sich als behördlicher Vertreter einer norddeutschen Kleinstadt vor. Man habe meinen Begleiter gefunden, am Rande der Autobahn. Was nun zu tun sei?
Er befand sich mittlerweile in einer kleinen Stadt nördlich von Celle, in Unterlüß. 80 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem wir uns zum letzten Mal gesehen hatten. Wie hatte er es nur geschafft, was wollte er in Unterlüß? Wie verzweifelt musste er gewesen sein, ein so weite Strecke in der kurzen Zeit zurück zu legen?
Man fragte mich, ob ich ihn abholen wollte, oder ob man ihn in sicherer Begleitung bringen solle. Ich entschied mich für zweites und war froh, mein geliebtes Portemonnaie schon bald wieder in die Arme schließen zu können und ganz eng an mich zu drücken. Nie wieder würde ich es so achtlos behandeln.

Hier gibt es die Route, die mein treuer Begleiter heute in nur wenigen Stunden zurückgelegt hat, zu sehen.

Mai 21

Es handelt sich bei der netten Grafik von gestern um die Ausgabe des Programm MiniBatteryLogger, welches den Füllstand, die Leistung, die Ladezyklen und noch viele weitere Daten des MacBook-Akkus beobachtet, ausliest, hübsch darstellt, schließlich bewertet, auf Wunsch ins Netz stellt und mit den Daten vieler anderer Nutzer vergleicht. So kann man prima herausfinden, ob der eigene Akku eigentlich im Vergleich zur Allgemeinheit völlig hinüber ist oder gut erzogen wurde. Quasi Schwanzvergleich auf Basis des Notebook-Akkus.
Finde ich nett.

Mai 18

Weiß ich ja, dass ich zu wenig trinke. Sagen mir sogar schon mittlerweile meine Hiwis. Also habe ich einen neuen Vorstoß gewagt und sagte mir, also wenn schon, denn schon. Eine Kiste mit dem Wasser den Berg hochknechten, nee, macht keinen Spaß, ich habe ja kein Auto. Nachher gewöhne ich mir das Trinken wirklich an und muss dann einmal pro Woche mit dem Fahrrad die Kiste…

Durst

Mit Hilfe eines Leihwagens des Grünen Autos Göttingen kommen dann recht flüssig 1o Kisten (5 sind schon bei meiner Freudin) in die Wohnung - hoffen wir mal, das mein Vorsatz, nun jeden Tag wenigstens eine dieser Flaschen auszutrinken, nicht verwässert wird.

Mai 15

Es gibt diese lustigen Dinger namens IP-Adressen. Damit werden im Internet die einzelnen Rechner angesprochen. Wissen wir. Das es davon nur 4 Milliarden gibt, haben wir vielleicht auch schon mal gehört, und auch, dass das verdammt wenige sind für all die Rechner auf dieser Welt. Entfernt gehört haben wir bestimmt auch schon, dass es mittlerweile ein Nachfolge-System dazu gibt, das natürlich viel mehr Adressen verwalten kann. Aber hätten wir gedacht, dass das glatt mal 340 Sextillionen sind? Vielleicht nicht. Aber wieviel ist das? Jedenfalls laut diesen Artikel genug, um jeden Quadratmillimeter der Erde mit 600 Billiarden Adressen zu pflastern. Das finde ich schon beruhigend und irgendwie auch beeindruckend.
Wie groß so eine Adresse dann eigentlich ist, ist dann irgendwie auch egal, oder?

Mai 12

Da ich wiederholt zu Hören bekommen habe, dass der Eintrag “Schreibgeräte” viiieeel zu lang für ein Blog sei, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie sich längere Stories (deren Veröffentlichung ich mir hier nicht nehmen lasse!) Blog-gerecht, Web-2.0-kompatibel und augenfreundlich aufbereitet werden können.

Und Voilà: Das Ergebnis ist ein neuer Bereich “Stories” in der Hauptnavigation und die Nutzung des wunderschönen Tools Scripd, dem Flickr für Texte in der Web2.0-Sphäre.

Viel Spaß beim Lesen und mit einem brandneuen Text!

Update: Und weil immer noch alle jammern, gibt es die Texte nun jeweils auch als PDF.

Mai 01

The O2 stairs

Ein wahrlich hart umkämpftes Bild. Würde man ihm gar nicht ansehen. Und das ist die Geschichte dazu:

Mark und ich gerieten eher zufällig in “The O2″, auch bekannt als Millenium Dome in London und ich fand die Architektur überwiegend mies, jedoch zumindest partiell fotografierenswert. Insgesamt habe ich etwa 10 Mal die oben zu sehende Rolltreppe fotografiert und anschließend noch eine größere Totale erstellt. Den in diesem Augenblick auftauchenden Sicherheitsmensch, den den üblichen Hinweise auf ein Fotografierverbot abgab, mag man ja noch gewohnt sein. Umso erschütternder jedoch waren die beiden (sehr höflichen!) Menschen der Londoner Metropolitan Police, die uns auf dem Rückweg anhielten, an die Seite nahmen und angaben, man hätte uns schon eine Weile per Kamera verfolgt und sich gefragt, was wir im Schilde führen würden (Gebäude analysieren? Bombe legen? Menschen erschießen?). Daraufhin hatte ich die Bilder zu zeigen, zu erklären, welchen Zweck ich damit verfolge, meinen Ausweis zu zeigen, meine Taschen zu leeren (In diesem Moment bekam ich Panik, denn wie sollte ich das  iPod-Mikrofon schlüssig erklären, das ich mit mir herumtrug?), meinen Ausweis nochmals zu zeigen, so dass meine Daten in in ein kleines Buch übertragen werden konnten, zu erklären, wo ich herkäme und wie lange ich blieben wollen würde und noch einiges weitere mehr.
Erst dann konnten wir weitergehen. Das Mikrofon wurde nicht gefunden, mein Rucksack blieb die gesamte Zeit unbeachtet am Boden stehen. Die spinnen, die Briten.

Wenigstens hat das Bild nun eine Geschichte.

Apr 21

Wenn man einen Provider hat, der lustige Blogmaschinen (so wie diese hier) mit einem Klick installiert, und davon obendrein in beliebigen Mengen, bleibt es nicht lange bei einem Einzelkind - und schon hat blog.ckater.de unter amok.ckater.de sein erstes Geschwisterchen bekommen. Dort ist es noch nicht ganz so schön wie hier, aber dafür gibt es einiges zu Hören. Unter anderem die aktuellen Beiträge und Sendungen aus diesem Jahr. Und natürlich einen Podcast und bald bestimmt noch mehr schöne Dinge.

Also, schaut auch dort einmal vorbei!

Apr 20

In einem weiteren Blog auf dieser Welt, zufällig immerhin mein erstes. Nun ja. Wir werden sehen :)